 |  |  |  | Rüdiger Safranski Goethe und Schiller
Carl Hanser Verlag 2009
„Ich dachte mich selbst zu verlieren, und verliere nun einen Freund und in demselben die Hälfte meines Daseins.“ So unmittelbar betroffen schreibt Goethe nach überstandener eigener Krankheit und Schillers Tod 1805 an den Komponisten Karl Friedrich Zelter. Sein Bündnis mit Schiller war schon zu ihren Lebzeiten ein Mythos, als Dioskuren, als Zwillingsbrüder im Geiste prägten beide die wohl bedeutendste Epoche der deutschen Literatur, die Zeit der Klassik (etwa 1790-1830). Noch heute ist diese Ära so unauflöslich mit ihrem gemeinsamen Wirken verknüpft, dass die Verbindung im Nachhinein so unerschütterlich und ehern erscheint wie Ernst Rietschels berühmtes Doppeldenkmal auf dem Weimarer Marktplatz.... [mehr] |